Arbeiten mit den Händen

Die Antwort: eine Naturmedizin. Sie geht vom ganzheitlichen Ansatz aus. Alle Bestandteile des Körpers hängen demzufolge zusammen. Dies geschieht über Bindegewebshüllen. Sie werden Faszien genannt. Faszien sind in aller Munde – der Begriff begegnet einem öfter im Fitnesscenter oder beim Yoga. Sie sind ein Grund, dass der Körper als Einheit gesehen wird.

Was ist Osteopathie?

Vor mehr als 130 Jahren entwickelte der US-amerikanische Arzt Andrew Taylor Still die alternative Behandlungsmethode. Diese Methode war damals revolutionär, da sie zu einer Zeit ohne Antibiotika oder andere nebenwirkungsfreie Arzneimittel vollkommen auf den Einsatz von Medikamenten verzichtete. Still plädierte dagegen dafür, die körpereigenen Selbstheilungskräfte zu fördern, um Krankheiten zu bekämpfen. Er war ein leidenschaftlicher Forscher und Anatom und musste gegen massiven Widerstand von Seiten der Ärzte gegen seine Methode ankämpfen. Der Erfolg war jedoch so überzeugend und die Osteopathie verbreitete sich schnell. In Deutschland ist sie noch eine junge Therapiemethode, wobei sie in Europa schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts durch Schüler von A.T. Still eingeführt wurde und sich gut etabliert hat.

Heilkunde: Heilpraktiker und Ärzte

Die Osteopathie ist eine Heilkunde. In den USA ist sie der Schulmedizin gleichgestellt. In Deutschland ist dies nicht der Fall. In Deutschland darf die Osteopathie nur von Ärzten oder Heilpraktikern eigenständig praktiziert werden. Ich bin Heilpraktikerin und arbeite in München im Stadtteil Neuhausen.

Die drei Säulen

Unterteilt wird die Osteopathie in drei Säulen. Diese sind:
• parietale (Bewegungsapparat)
• viszerale (Organe)
• cranio sacrale (zentrales Nervensystem)

Der parietale Bereich hat den Bewegungsapparat im Blick und damit Knochen, Faszien, Gelenke, Sehnen und Muskeln. Der viszerale Bereich beschränkt sich auf die Organe und ihre Funktionen – also auf Herz-Kreislauf-System, Verdauungssystem, Lungen, Leber, Nieren, Blase und Uterus. Die cranio sacral Therapie konzentriert sich auf das Nervensystem. Über Schädelknochen und Rückenmark soll das Nervensystem beeinflusst werden.